Fernsehen Dokumentationen

Eine Dokumentation bildet im besten Fall nichts anderes als die Realität ab. Zappt man durch die TV-Landschaft, so merkt man schnell: Es gibt gute (reale) wie schlechte (fiktive) Dokumentationen. Manchmal ist es gar nicht so leicht, die "echten" von den "gefakten" Dokumentationen zu unterscheiden.

Dokumentationen

Nachrichten

"Was ist da genau passiert?"

Nachrichtensendungen etwa sollen möglichst die Realität abbilden, das heißt, sie dokumentieren und dem Konsumenten präsentieren. Doch manche kritische Menschen stellen sich die Frage: "Stimmt diese Meldung wirklich - oder wurde sie manipuliert?"
Sie erinnern sich wahrscheinlich an einen sehr bekannten Fall aus der jüngeren Geschichte. Nach dem Terroranschlag auf New York am 11. September 2001 "fanden" US-amerikanische Geheimdienste "eindeutige" Hinweise darauf, dass sich im Irak atomare Kampfstoffe befinden würden. Diese "Erkenntnis" wurde von vielen Nachrichtensendungen weltweit verbreitet - und viele Menschen hielten diese Meldung für wahr.
Heute wissen wir, dass sie falsch war.

Lebenshilfe-Dokus

Lebenshilfe-Dokus

Sicherlich interessant, zumindest kurzweilig, sind sogenannte Lebenshilfe-Dokus (auch Dokusoaps genannt). Wer etwa dem Schuldnerberater Peter Zwegat ("Raus aus den Schulden") oder dem Koch Christian Rach ("Rach, der Restauranttester") über die Schulter schauen kann, erhält einen Einblick in die typischen Abläufe in den verschiedenen Berufssparten.

Trash-Dokus

"Wenn am Nachmittag die Flimmerkiste läuft..."

Seit die privaten Fernsehsender Anfang der 1980er-Jahre in das TV-Netz eingespeist wurden, herrscht ein großer Konkurrenzdruck zwischen den Sendern. Schließlich geht es um Einschaltquoten (also um Geld). Eine (negative) Folge dieser Sachlage war, und das zeichnete sich schon früh ab, dass in den letzten Jahren mehr und mehr fragwürdige Inhalte in den Sendungen gezeigt wurden.
Heute wundern sich nur wenige Menschen darüber, dass Sex, Gewalt, Naturkatastrophen, Unfälle... schon mittags "reißerisch" ausgeschlachtet werden, vor allem in Form von Dokusoaps. Wenn Kinder solche Inhalte dauerhaft konsumieren und nicht mit ihren Eltern darüber reflektieren können, so hat dies negative Auswirkungen auf die Wirklichkeitsdefinitionen der Heranwachsenden.

Tier- und Natur-Dokus

Heinz Sielmanns Lebenswerk

Mit den Tier- und Natur-Dokus ist der Name Heinz Sielmann (1917 bis 2006) untrennbar verbunden. Seine bekannten Dokumentationen (etwa "Expeditionen ins Tierreich") sind auch noch heute sehenswert.
Tatsächlich gehören Tier- und Naturdokumentationen in der Regel zu den "richtigen" Dokumentationen. Wer die Natur zeigt, wie sie ist (beziehungsweise: was der Mensch aus ihr macht), der zeigt nichts anderes als die Wahrheit. Und die ist bekanntlich in heutigen Tagen eine sehr erschreckende. Homo sapiens beutet den Planeten aus, vergeht sich an der Natur, wo er nur kann (siehe Doku "Unsere Erde").

Geschichts-Dokus

Monumentale Ereignisse und Co.

"Warum soll ich mich mit Geschichte beschäftigen?", fragen viele. Tja, dieser leichtsinnigen Frage darf man entgegensetzen: Die Gegenwart lässt sich erst begreifen, wenn man sie mit dem notwendigen historischen Hintergrundwissen betrachtet. Viele Alltagskonflikte, die zwischen Menschen verschiedener Herkunft auftreten, lassen sich erst durchschauen, wenn man weiß, dass die Auslöser dafür in der Vergangenheit zu suchen sind.
Viele Geschichts-Dokus über weltgeschichtliche Ereignisse, etwa Kriege, Erfindungen, Entwicklungen, helfen uns dabei, die Gegenwart besser zu verstehen. Das heißt, Geschichte sollte zur Allgemeinbildung gehören.

Wann ist eine Doku eine "richtige Doku"?

"Wenn es um die Wahrheit geht..."

Nun, wie oben schon ausgeführt: Es ist nicht immer einfach, "gute" Dokus von "schlechten" zu unterscheiden. In der Regel geht man nicht fehl, wenn man darauf achtet, wer die jeweilige Dokumentation in Auftrag gegeben hat. Steckt dahinter etwa ein öffentlich-rechtlicher Sender (ARD, ZDF und die regionalen Programme), so steht man prinzipiell schon mal auf der richtigen Seite. Auf der anderen Seite gehören "SPIEGEL-" und "STERN-TV" sicherlich zu den seriösen Anbietern.
Trotzdem sollte man als Konsument den Medien insgesamt immer kritisch gegenüberstehen.

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