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Horoskop BauerAuf dem Holzbauernhof dringt Kampfkreischen aus dem Sägewerk, das Weingut wird königlich regiert, auf dem Dorf geht der Landwirt in Gummistiefeln mit dem Betthupferl ins Heu und ein komischer Kauz will mit seiner Bauernschläue Bilder verrückter Maler auf Straußeneiern vermarkten. Herzlich willkommen zwischen Kuhfladen, berittenen Angebern und Samaritern.
Anzeige Widder (21. März bis 20. April) Ein Kerl wie ein BaumIm Wald, da hört man's rummsen, die werden doch nicht B...äume fällen?! Doch, Widder Waldbauer berserkert mit der Motorsäge durch seine Forstwirtschaft, bis alles umgelegt ist, was zu groben Brettern werden kann, und brät sich abends die mit einem fallenden Ast erschlagene Wildsau. Stier (21. April bis 20. Mai) So ein MistDorfidylle mit Kuhglocken, Naturdüngerduft und dampfende Stallwärme - wenn Rindviecher unter sich sind, ist die Landwirtschaft noch in Ordnung. Der Tag vergeht mit Mähen, Melken, Füttern und Wiesen-Kaufen. Abends gummistiefelt der Bauer zu seiner Bäuerin in die Küche oder vernascht im Heu die leckere Magd. Zwillinge (21. Mai bis 21. Juni) Schnatterndes GeflatterAuf dem Hühnerhof ist der richtige Umtrieb für Zwillinge. Das ganze Federvieh wuselt durcheinander und jeder gackert geschwätzig. Zu Ostern haben Hennen Saison, kurz vor Martini die Gänse, die kontaktfreudigen Gockel unterhalten ihren Harem ganzjährig und seine Neugierde befriedigt der Zwilling auf Landwirtschaftsmessen. Krebs (22. Juni bis 22. Juli) Muttersau am FuttertrogDie Großfamilie vom Uropa auf dem Altenteil über meckernde, blökende, muhende oder grunzende Mitbewohner bis zum Enkelkind in der Wiege zu versorgen, ist dem betreuungssüchtigen Krebs nicht genug. Er bereitet auch noch ein warmes Nest für unterkühlte Städter und bietet Urlaub auf dem Bauernhof. Löwe (23. Juli bis 23. August) RebengoldDas hochherrschaftliche Gut thront auf dem Hügel und sonnt sich samt dem Löwen im Glanz der qualitätsfördernden Sonne. Der Weinbauer packt mit an, fährt den riesigen Vollernter durch die Weinberge oder dirigiert das Personal. Aber am liebsten präsentiert er seine edlen Erzeugnisse vor erlauchtem Publikum. Jungfrau (24. August bis 23. September) Kraut und RübenAlles was auf oder unter dem Acker wächst und nur biologisch gedüngt wird, kommt dem vernünftigen Gemüse-Obstbauern in Scheune, Keller, Vorratslager. Ohne chemische Keule erfreut sich manche Made im Gemüse und jeder Wurm in den Früchten bester Gesundheit und wird hygienisch einwandfrei verzehrt. Waage (24. September bis 23. Oktober) Kultivierte PflanzenDer harmonische Bauernhof wird von schönheitsbewussten Waagen beackert. Dass ordinäres Blähgemüse mit hübschen Namen diplomatisch aufgewertet wird, sieht man an Blumen- oder Rosenkohl. Giftige Ziersträucher wachsen friedlich zwischen Nutzhölzern und stuhlgangfördernde Heilkräuter duften gar lieblich. Skorpion (24. Oktober bis 22. November) Dumme Sau?Wie Trüffelschweine Wertvolles aus dem Dreck wühlen, die gemeine Haussau sich durch Suhlen in Schlammkuhlen reinigt und die Tierchen ihre Intelligenz hinterlistig unter einer blödgesichtigen Maske verbergen, das fasziniert den Schweinebauern Skorpion. Nebenher züchtet er noch Schafe, lauter schwarze. Schütze (23. November bis 21. Dezember) Der Bauernhof zum hohen RossAuf dem Rücken edler Pferde liegt das ganze Glück der Erde und des Schützen Gestüt bringt jedes Jahr mindestens drei potenzielle Sieger hervor. Der Pferdewirt hat nur die besten Zuchthengste, die empfänglichsten Stuten, eine ganze Herde superausgebildeter Stallknechte und übertreibt mal wieder maßlos. Steinbock (22. Dezember bis 20. Januar) Je höher, desto härterIn der kargen Landschaft müht sich der steinböckische Bergbauer auf seinem Einödhof ab, sommers verkauft er selbstgekäste Laibe aus Bergziegenmilch. Nach getaner Arbeit sitzt er emotional ausgetrocknet schweigend neben seiner alten Mutter im Abendrot und wartet auf eine heiratswillige Heidi. Wassermann (21. Januar bis 19. Februar) Bauer SonderlingDas Dorf steht kopf, der Neue spinnt. Kommt daher mit alternativen Anbaumethoden, von denen noch keiner gehört hat - der Wassermann auch nicht - , nennt sich statt Landwirt agrarwissenschaftlicher Versuchsleiter, hält sich eine Straußenherde und will die Eier an Ostern mit Van-Gogh-Motiven verzieren. Fische (20. Februar bis 20. März) Der GnadenhofDer Verein "Franz von Assisi" hat den alten Bauernhof hinter den Dornröschenhecken erworben, baut Gemüse zur Selbstversorgung an und lebt vom Verkauf schafwollener Filzwolkendecken aus der eigenen Künstleratelierscheuer. Wo man hinguckt, wimmelt es von gnadenbrotfressenden Verstoßenen und nicht alle sind Vierbeiner. |
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