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Horoskop Wetter"Lieber gar kein Wetter als so eine Zumutung", sagt der Widder zu beständigem Sonnenschein, der Stier beschwert sich über jeden Wechsel, Krebsen graust vor wachstumshemmenden Trockenperioden, Steinböcke wollen stabile Temperaturen für das ganze Jahr und Fische am liebsten im feuchten Nebel zerfließen. Ob Regen, Hagel oder Schnee, jeder sollte das Wetter kriegen, das er verdient.
Anzeige Widder (21. März bis 20. April) April, April macht, was er willStürmisch, wild und wechselhaft - wie der Widder, so sein Wetter. Es ist ein plötzlicher Frühlingseinbruch mit Orkanböen, Starkregen und Graupelschauern. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist er nicht zu bremsen. Und so kommt's, dass sich übermütige Widder auch bei widriger Witterung zum Sturmflut-Picknick treffen. Stier (21. April bis 20. Mai) Sieben Tage Regenwetter"Bleib so, wie du bist!", sagt der Stier zu jeder Wetterlage, weil er alle Veränderungen verabscheut. Ob Hoch- oder Tiefdruck, das ist ihm völlig wurst, es muss nur recht solide und beständig sein. Er besteht aber auf den traditionellen vier Jahreszeiten und es stinkt ihm ganz gewaltig, wenn es um Weihnachten pisswarm und im Mai arschkalt ist. Zwillinge (21. Mai bis 21. Juni) WetterwendischHeiter bis wolkig und vorwiegend niederschlagsfrei ist Zwillingswetter - leichte Schauer oder auffrischende Winde möglich. Der voraussagepflichtige Meteorologe verzweifelt, empfindliche Naturen verfluchen den Föhn und Wanderfreunde verschieben ihre Tour zum dritten Mal, aber der Zwilling hängt einfach lachend sein Fähnchen in den Wind. Krebs (22. Juni bis 22. Juli) Zum Brüten schönZum Fortpflanzen braucht der Krebs mildes Aufzuchtwetter mit feuchter Wärme, eine laues Befruchtungslüftchen und wachstumsfördernden Landregen. Bei allem Bemühen seitens des Wettergottes kann man es ihm aber selten recht machen, denn Krebse sind besonders um Vollmond herum launisch wie frühsommerliche Hochdrucklagen. Löwe (23. Juli bis 23. August) Ein bisschen AfrikaIn der Hochsommerhitze mit Wüstenwind und Sonnenglut legt sich der Löwe in die Hängematte am Pool, lässt sich kühlende Cocktails servieren oder mit Palmblättern bewedeln. An heißen Abenden veranstaltet er sein privates Open-Air-Festival im Cabrio oder Straßencafe und präsentiert sich dem geneigten Publikum unter vergoldetem Sternenhimmel. Jungfrau (24. August bis 23. September) Einfach coolUm Witterungsbedingungen kümmert sich die Jungfrau wenig, man hat schließlich zu tun. Ob Sonne, Regen oder Graupelschauer, sie nimmt's, wie's kommt. Das Weltgetriebe muss schließlich sauber am Laufen gehalten werden. Für außerhäusige Pflichterfüllung haben's Jungfrauen gern alltagsgrau, trocken, kühl, eintönig, windstill - Arbeitswetter eben. Waage (24. September bis 23. Oktober) Pure SchönfärbereiOberflächlich betrachtet ist ein goldener Oktober mitsamt Altweibersommer wunderhübsch, wenn da nicht die klammen Abende und kalten Nächte wären. Da können Waagen aber leichtherzig und blauäugig darüber hinwegsehen. Sie genießen tagsüber die harmonischen Naturgemälde "designed by Indian summer", danach zu zweit das Kaminfeuer. Skorpion (24. Oktober bis 22. November) TotensonntagsklimaSchmuddelwetter, Regenfeuchte, Modergeruch aus welkendem Laub und überall spritzt dreckiges Wasser aus trüben Pfützen - eine so verlockende Witterung zieht den Skorpion unwiderstehlich aus seiner Höhle. Jetzt muss noch die Wolkendecke aufreißen und ein gleißendes Sonnenstrahlenbündel die Erde schwül dampfen lassen, dann ist es perfekt. Schütze (23. November bis 21. Dezember) Weit und breit dynamischÜber den Horizont ausgedehnte Witterungsgebiete liebt der Schütze. Er will mindestens ein Azorenhoch, es darf aber gern auch noch ein bisschen höher sein. Nur die Großwetterlage ist ihm wichtig, kleine Randstörungen beim Reiseklima übersieht er großzügig. Aber zwischendurch mag er auch mal ein Tiefdruckgebiet in Übergröße. Steinbock (22. Dezember bis 20. Januar) Hü oder hottDas Klima sollte man endlich per Gesetz ein für alle Mal regeln, damit dieses ewige Hin und Her aufhört. Die Wettervorschriften sollten auf Dauerregen, Dauerschnee oder Dauersonne samt Tag- und Nachtgleichheit festgemauert werden, klare Linie fürs ganze Jahr. Änderungen sind nach Vertragsabschluss aber nicht mehr möglich, Flexibilität ausgeschlossen. Wassermann (21. Januar bis 19. Februar) Springfrösche im GlasWenn der grüne Vorhersager auf seinem Leiterchen auf und ab hüpft, anstatt an eindeutiger Stelle zu verweilen, dann ist der Wassermann ganz in seinem Klimaelement. Dem kann es gar nicht verrückt genug zugehen. Er liebt Wetterkapriolen mit plötzlichen Um- und Überschlägen, blitzende Gewitter, eisigklare Lüfte oder zur Abwechslung einen Hurrikan. Fische (20. Februar bis 20. März) Ein blasser DunstAls Tarnkappenwetter brauchen Fische unklare Sichtverhältnisse, die mit diesig verschwimmenden Konturen ganz viel Raum für Fantasie und Illusionen lassen. Da können sie sich im Nebel unsichtbar machen, auf schlüpfrig nassem Boden dahingleiten und der instabilen Witterung die Schuld für ihre seelische Labilität zuschieben. |
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