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Kurzkrimis

Sommernachtsalbtraum

Die warme Sommernacht wollen Anna und Horst unter klarem Sternenhimmel am See verbringen. Doch leider sind genau an diesem Platz schon einige Liebespaare überfallen und getötet worden. Sie lassen sich nicht abschrecken und gehen baden. Erleben die beiden Verliebten eine Liebesnacht oder einen Horrortrip?

Sommernachtsalbtraum

Freie Liebe unter freiem Himmel

Endlos viele Sterne blinken am Himmel - sie lassen das schwarze Firmament wie einen Glitzerteppich wirken. Anna und Horst stehen auf einer Lichtung. Vor ihnen schimmert der See silbrig-grau. Die Sterne spiegeln sich darin.
Angenehme Stille umhüllt sie. Kein Wind weht. Nur das gelegentliche Rufen eines Nachtvogels ertönt. Die Silhouetten der Bäume am Waldrand verleihen der Kulisse etwas Gespenstisches.
Das gegenüberliegende Ufer des Sees verschwindet im dichten Wald. Bis dorthin können Anna und Horst nicht sehen, da alles von nächtlicher Schwärze verschluckt wird. Hier und da ertönt ein leises Platschen, wenn ein Fisch kurz an die Oberfläche kommt und wieder untertaucht.
Sommerliche Wärme umgibt das Paar. Es ist Hochsommer, die schönste Zeit im Jahr. Außerdem die Zeit der Sternschnuppen. Manchmal leuchtet der Himmel auf und ein Lichtschweif zieht seine Bahnen.
"Hast du dir etwas gewünscht?", fragt Anna jedes Mal mit kindlicher Begeisterung.
"Ja! Ich wünsche mir, dass du jetzt mit mir im See baden gehst", antwortet Horst, nimmt Anna in die Arme und küsst sie zärtlich auf den Mund.
"Glaubst du wirklich, wir sollen es wagen?", fragt Anna zögernd.
"Heute ist die Nacht der Nächte. So eine perfekte Sommernacht kommt so schnell nicht wieder", erklärt Horst.

Anna hat Angst

"Aber hast du in der letzten Zeit nicht Zeitung gelesen? Hier sind schon sehr oft verliebte Paare überfallen und getötet worden." Anna zögert immer noch.
"Das trifft doch nur die anderen und nicht uns."
"Du bist so mutig", staunt Anna.
Schon beginnt Horst, sich auszuziehen. Anna beobachtet ihn. Im Mondlicht schimmert seine Haut ganz blass. Sie spürt, wie ihre Erregung mit jedem Kleidungsstück, das Horst von sich reißt, wächst. Bis sie es selbst nicht mehr aushalten kann.
Vergessen ist die Vorsicht.
Auch sie beginnt, sich auszuziehen.
Nackt stehen sie sich gegenüber, nehmen sich in die Arme und schmiegen sich ganz verliebt aneinander.
Eine Schleiereule fliegt dicht über ihre Köpfe hinweg und stößt ihr schrilles Kreischen aus. Erschrocken weichen die beiden voneinander und schauen dem großen Nachtvogel zu, wie er dicht über der Wasseroberfläche des Sees davonfliegt und auf der gegenüberliegenden Seite im Wald verschwindet.
"Das war unheimlich." Annas Stimme zittert. "Ich glaube, wir sollten uns wieder anziehen und verschwinden."
"Gerade jetzt, wo es am schönsten ist?"
Horst lächelt Anna an, gibt ihr einen Klaps auf den nackten Po und trabt langsam auf das Ufer des Sees zu. Als er merkt, dass Anna ihm nicht folgt, bleibt er stehen, dreht sich um und ruft: "Wo bleibst du?"
"Ich warte erst einmal ab, wie kalt das Wasser ist. Dann überlege ich mir, ob ich nachkomme oder nicht."
"Angsthase!"
"Draufgänger!", erwidert sie, womit sie Horst erst recht anspornt.

Horst badet im See

Mit schrillem Geheul sprintet er los. Laut platscht das Wasser auf, als er hineinspringt. Fontänen spritzen um ihn herum, lassen ihn wie einen lebendigen Springbrunnen aussehen. Seine Schreie enden erst, als er ganz im Wasser untertaucht.
Anna lacht herzhaft darüber.
Es macht ihr Spaß, Horst zuzusehen.
Er taucht auf, schnappt laut hörbar nach Luft, und taucht wieder unter. Das Spiel wiederholt er einige Male, bis er plötzlich eine furchtbar lange Zeit unter Wasser bleibt.
Nervös trippelt Anna um Ufer auf und ab. Sie sieht nichts und niemanden. Was ist mit Horst geschehen?
Dann taucht er auf und lacht köstlich über Annas besorgtes Gesicht.
"Ich will, dass du damit aufhörst", sagt sie beleidigt.
"Und ich will, dass du endlich ins Wasser kommst."
Horst schwimmt immer weiter hinaus. Bald erreicht er die Mitte des Sees.

Der ungebetene Gast

Plötzlich hört Anna ein Geräusch.
Schon sieht sie ihn. Ein Mann in schwarz glänzendem Neoprenanzug mit einer großen Taucherbrille vor dem Gesicht kommt von der dunklen Seite des Sees auf Horst zugeschwommen.
"Horst! Schnell!", schreit Anna.
Horst hört auf, seine Bahnen zu ziehen und schaut verwundert zu Anna. Die Panik in ihrer Stimme ist ihm nicht entgangen.
"Komm heraus!" Wild fuchtelt Anna mit ihren Armen. Sie will ihm zeigen, dass sich ihm jemand nähert.
"Er ist hinter dir!"
Endlich versteht Horst.
Der schwarze Mann kommt mit rasender Geschwindigkeit näher, so als hätte er Schwimmflossen an. Nun gilt es für Horst, alles zu geben. Er schwimmt mit kraulenden Bewegungen auf das Ufer zu. Doch der Abstand zu seinem Verfolger verringert sich immer mehr.
Anna schreit und schreit in ihrer Panik. Sie sammelt ihre und Horsts Kleider ein. Dann wirf sie wieder einen Blick auf den See.
Horst muss immer noch einige Meter schwimmen. Der Abstand zwischen ihm und dem schwarzen Mann beträgt jedoch nur noch einen Meter.
"Schneller!" Annas Stimme überschlägt sich.
Horst gibt alles. Seine Arme ziehen immer schneller durch das Wasser. Der Verfolger ist ihm schon so nah, dass er ihn spüren kann. Dann kommt das Ufer. Horst kann mit den Füßen auftreten. Hastig kämpft er sich an Land, nimmt Anna an der Hand und läuft wie von Furien gehetzt davon.
Erst als sie auf eine Anhöhe kommen, merken sie, dass sie niemand verfolgt. Sie halten an und drehen sich um.
Nah am Ufer des Sees sehen sie den schwarzen Mann mit der Taucherbrille. Er schaut die beiden an, bevor er sich umdreht und im Wasser verschwindet.

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