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MotivationWir Menschen tun einander viel an. Das Spektrum, das sich vom positiven bis zum negativen Pol erstreckt, ist gewaltig. Doch was motiviert Menschen - und wozu genau? Wir nehmen ja nur die Verhaltensweisen wahr, nicht das, was dahinter steht. Wer über die Natur der menschlichen Grundbedürfnisse und Motive Bescheid weiß, der hat mehr vom Leben.
Anzeige Von Geburt an motiviert Säuglinge haben verschiedene BedürfnisseWer Kinder hat, wird es wissen: Die Kleinen sind so was von ehrlich, wenn es darum
geht, authentisch Bedürfnisse mitzuteilen. Ab dem 3. Lebensjahr heißt
es entsprechend: "Hunger!", "Kuscheln!", "Mama - lieb?" Was ist da schiefgelaufen? "Ach, ich kann mich einfach nicht zu irgendwas motivieren!"Tatsächlich führen fortwährende Frustrationen der Grundbedürfnisse
und angeborenen Motive dazu, dass wohl die meisten Menschen im Erwachsenenalter
ihre Wünsche durch die Blume äußern, wenn überhaupt. Es kann
sogar so weit kommen, dass man von seinem Motivsystem geradezu entfremdet wird.
Das kann skurrile Blüten treiben. Dann läuft man irgendwelchen Idealen
hinterher und meint, sie wären die eigenen grundlegenden Motive - dabei
sind es nur (von den Bezugspersonen) antrainierte. Sich selbst motivieren Was jeder Mensch braucht...Es gibt unterschiedliche Zusammenstellungen von Grundbedürfnissen und Motivationen.
In verschiedenen Formen der Psychotherapie geht man von folgenden Aspekten aus:
Anerkennung, Solidarität, Selbstverwirklichung, zwischenmenschliche Nähe,
Distanz. Das Bedürfnis nach Anerkennung ausdrücken Kunst, Literatur, Philosophie...Das Bedürfnis nach Anerkennung ist bei vielen Menschen extrem stark ausgeprägt.
Das sieht man zum Beispiel, wenn jemand auf möglichst alle Gesprächspartner
einen durchschlagenden Eindruck machen will. Der Betreffende kennt dann meistens
viele wichtige Leute, hat schon dieses und jenes erlebt. Daher sollte man ihn
- zumindest aus seiner Wahrnehmung - unbedingt bewundern. Das Bedürfnis nach Solidarität verwirklichen Ein Freund, ein guter Freund...Jedem tut das Gefühl gut, dass Mitmenschen ihn in seinen Sorgen und Nöten
verstehen. Kennen Sie das? Sie haben gerade Streit mit Ihrem Liebsten. Als Nächstes
greifen Sie zum Telefonhörer. Wissen Sie, wen Sie in so einer Situation gerade
nicht anrufen? Jemanden, der das, was Sie gleich sagen wollen, kritisiert und
hinterfragt. Einmal ganz Kind sein Lachen, sich interessieren, offen seinWie kommt man wieder in Kontakt zu seinen wahren Bedürfnissen und Motiven?
Nun, das ist nicht ganz leicht. Denn schließlich kann es sein, dass diese
aufgrund von biografischen Erfahrungen im Unbewussten schlummern. |
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