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LästernJeder lästert, und das hat auch seine Gründe. Um die sollte man wissen, egal ob man Täter oder Opfer ist. "Hast du gehört und sag mal, wusstest du schon..." - so beginnt der Hit "Lasse reden" von den "Ärzten". In diesem Song wird das Phänomen "Lästern" recht schlau und reflektiert auf die Schippe genommen.
Anzeige Jeder lästert "Hast du schon gehört..."In jedem Büro, in jeder Schulklasse, Mannschaft, in jedem Kollegium und Team
- es wird gelästert, bis sich die Balken biegen. Das Phänomen
Lästern ist weltweit verbreitet. Und überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen,
schleicht es sich irgendwann ein. Lästern ist gesund Ein Paar wird auch durchs Lästern ein PaarWer einen gemeinsamen Feind hat, der rückt bekanntlich enger zusammen. Man
kann tatsächlich oft beobachten, wie Paare, Frauen- und Männergruppen
in Cafes oder an anderen Orten die Köpfe zusammenstecken und über
die Anderen herziehen. Dies stärkt - unmoralisch, wie es vielleicht
scheint - die Paar- oder Gruppenidentität. (Sie müssen nur mal
in ein Fußballstadion gehen und sich ein Spiel anschauen, da sehen Sie schnell,
welche gruppenspezifischen Prozesse zwischen den Fans ablaufen.) Lästergrund 1: Frustabbau "Wie die aussieht!"Gelästert wird nämlich meistens schlicht und einfach, um Frust abzubauen.
Das Problem, das in mir selbst liegt, wird zu einem Problem des Anderen (gemacht).
Das heißt, wenn man schlecht drauf ist, sieht man plötzlich mehr und
mehr "peinliche", "hässliche" oder "blöde"
Mitmenschen in Reichweite. Lästergrund 2: Projektion "Ich wäre gerne genauso wie du!"Manchmal lästern wir über bestimmte Mitmenschen in unserem Umfeld. Sie
haben etwas, das wir gerne hätten; darum können wir sie nicht leiden,
erfinden 1000 und mehr Gründe, um unsere Lästerei zu rechtfertigen.
Doch eigentlich sind wir nur neidisch! Durchschnittlich und bewusst lästern "Schatz, lass uns heute lästern gehen!"Zwei, drei gemeinsame Lästerabende, die bewusst praktiziert werden, können
die Paar-Qualität wieder verbessern. Dies kann man auf verschiedenen Wegen
praktizieren. Vielleicht ist man Fan einer Fußball-, Handball- oder Basketballmannschaft.
Dann bietet es sich an, ein paar Spiele pro Saison live zu verfolgen - und
dabei ein bisschen zu lästern. Was man als Lästeropfer bedenken sollte "Ich bin jetzt das für dich, was ich für dich sein soll!"Jeder Mensch wird auch mal in die Opferrolle gedrängt. Sei es, weil er "irgendwie
anders" ist oder weil er vielleicht eine Meinung vertritt, die nicht derjenigen
der Allgemeinheit entspricht. Ruckzuck ist man der Buhmann für die Gruppe. |
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