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PsychotherapieMillionen Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen. Man wird vom sozialen Umfeld schnell als "plemplem" hingestellt, sobald man zugibt: "Ich mache eine Psychotherapie." Der Laie ist in Hinsicht auf das Therapieangebot überfordert. Welche Therapie bringt was?
Anzeige Psychoanalyse "Was geht Ihnen durch den Kopf?"Das "älteste" Therapieverfahren ist die Psychoanalyse. Sie wurde
von Sigmund Freud begründet und versteht sich als "Rede-Kur".
Es wird davon ausgegangen, dass unbewusste Konflikte zwischen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen
(Ich, Es, Über-Ich) für die aktuellen Symptome verantwortlich sind.
Die Konflikte entstehen manchmal schon in der Kindheit, weshalb manche Therapeuten
vor allem die ersten sechs Lebensjahre mit dem Klienten besprechen. Es gilt dann
unbewusste Widerstände (Scham, Ängste) bewusst zu machen und zu widerlegen. Gesprächspsychotherapie "Ich verstehe Sie!"Auch die Gesprächspsychotherapie versteht sich, wie der Name schon sagt,
als Rede-Kur. In diesem Zusammenhang wird nun aber der Fokus auf die Potenziale
des Klienten gelegt. Der Therapeut offenbart Empathie (Einfühlungsvermögen),
Kongruenz (Authentizität) und Akzeptanz. Er gibt keine Ratschläge, sondern
spiegelt immer wieder das zurück, was der Klient erzählt. Auf diese
Weise werden dem Klienten eigene Lösungen für die aktuellen Probleme
bewusst, die er selbst bewältigen kann. Dadurch sollen wiederum die Symptome
geheilt werden. Kognitive Verhaltenstherapie "Wir verändern Ihr Denken und Verhalten"Als gewinnbringend bei der Behandlung von Ängsten und Depression hat sich
die sogenannte Kognitive Verhaltenstherapie herausgestellt. "Kognitive"
Prozesse sind bestimmte Vorstellungen und Gedanken. Schematherapie "Sie sind in verschiedenen Lebensfallen gefangen!"Ein relativ neues Therapieverfahren ist die Schematherapie. Hier werden nachteilige
Lebensstile (Lebensfallen) aufgespürt und ganzheitlich behandelt. Ein "Schema"
ist in diesem Zusammenhang eine "Lebensfalle". Wer etwa das Schema
"Misstrauen/Missbrauch" offenbart, umgibt sich nur mit Menschen, die
ihm nicht gut tun. Die Lebensfalle ist ihm nicht bewusst, aber der Betreffende
leidet darunter. Er versteht nicht, wieso er "immer wieder an die Falschen
gerät". Tipps für Betroffene "Ich habe Probleme..."Denken Sie daran: Es ist keine Schande, wenn man unter einer psychischen Krankheit
leidet. In Amerika hat jeder Zweite seinen "Haustherapeuten". Dort
ist das "in". Eine Therapie ist in vielerlei Hinsicht lohnenswert.
Sie lernen viel über sich selbst und ihre Mitmenschen. Außerdem erkennen
Sie schnell, dass Sie nicht alleine sind. Millionen anderen Menschen geht es genauso
wie Ihnen. Das Leiden ist universell. Tipps für Angehörige "Wir sind für dich da!"Manche Klienten leiden darunter, dass ihre "Lieben" sie nicht unterstützen,
sollten sie einmal eine Therapie ins Auge fassen (wie erwähnt: in unserer
Gesellschaft noch ein Tabuthema). "Was sollen denn da die Leute denken",
geht so mancher Mutter oder manchem Vater durch den Kopf, sollte sich der Betreffende
outen. |
Stern-
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