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ErziehungInteressanterweise meinen viele Eltern, dass sich die Grundlagen einer guten Erziehung quasi von selbst verstehen würden. Doch bekanntlich gibt es große Unterschiede in Sachen Erziehungsstil und Prägung. Beides hat immense Auswirkungen.
Anzeige Die ersten Lebensjahre sind entscheidend "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" (oder nur ganz selten)Was viele nicht wissen: Bereits vor der Geburt beginnt die Persönlichkeitsentwicklung
des Nachwuchses. Nach den ersten Schwangerschaftswochen existieren bereits Hirnareale,
die für emotionale Lernprozesse zuständig sind. Lebensstil und das allgemeine
Stressniveau der Mutter prägen entsprechend den Embryo. Was Säuglinge und Babys brauchen Bindung und Spiel-AnregungenWenn sie auf die Welt kommen, sind Säuglinge von Kopf bis Fuß auf sozialen
Kontakt eingestellt. Ohne eine Bezugsperson würden wir psychisch und physisch
zugrunde gehen. Nach Erkenntnissen der Bindungsforschung haben Kleinkinder ein
immenses Bedürfnis nach Bindung. Diese sollte nicht zu "erdrückend",
aber gleichzeitig auch nicht vernachlässigend gestaltet sein. Das Baby meldet
sein Nähe-Bedürfnis von sich aus an und zeigt ebenso, wenn es sich wohlfühlt. Die Emotionsregulation muss langsam erlernt werden "Jetzt sei doch endlich mal ruhig!"Keine Frage: Babys, die sehr viel schreien, belasten in der Regel die Eltern in
vielerlei Hinsicht. Leicht kommt einer der beiden Elternteile auf 180 und schreit
selbst: "Jetzt sei doch endlich mal ruhig!" Doch dieses Verhalten
ist nicht sinnvoll. Kinder lernen am "Eltern-Modell" Der Apfel fällt (oft) nicht weit vom StammWas viele Eltern ebenfalls nicht wissen: Durch alles, was sie tun und sagen, prägen
sie ihren Nachwuchs. Es gibt etwa verschiedene "kritische Phasen"
der Entwicklung, in denen sind Kinder extrem auf ihre Eltern fixiert und imitieren
viel. Auch das sogenannte Imitationslernen hinterlässt seine Spuren im Gehirn
- und es wird nie vergessen, was die Eltern gesagt und getan beziehungsweise
nicht gesagt und nicht getan haben. Pubertät - Krise und Selbstsuche Wenn Eltern schwierig werdenZu massiven Umbaumaßnahmen im Gehirn kommt es vor allem in der Pubertät.
Damit verbunden sind Veränderungen im Hormonhaushalt - was erklärt,
wieso Jugendliche an einem Tag "supi", am nächsten völlig
"depri" drauf sind. Wir besitzen unsere Kinder nicht, wir begleiten sie Wir besitzen unsere Kinder nicht, wir begleiten sieJa, Erziehung ist so eine Sache. Im Rückblick - etwa wenn die Kinder
aus dem Haus sind - sagen viele Eltern: "Ja, insgesamt haben wir doch
alles richtig gemacht!" Nun, das kann man nie so genau sagen. Zwar sind
die engsten Bezugspersonen in Hinsicht auf die Entwicklung des Nachwuchses sehr
wichtig und relevant, aber sie sind nicht die einzigen, die ihre Kinder prägen.
Seinen eigenen Einfluss kann man nur bedingt "nachweisen". |
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