Internet

Das wohl populärste neue Medium ist - das Internet. So gut wie jeder Haushalt in Deutschland ist "online". Auch dieses Medium verändert unsere Gewohnheiten, unser Leben, und es hat entsprechend Vor- und Nachteile.

Internet

Internet als Infoquelle

"Such' doch einfach im Internet danach!"

Würde jemand ernsthaft die Frage stellen, was man im Internet "so alles findet", so könnte man ohne Umschweife mit Fug und Recht antworten: "Alles!" Die Bandbreite der Inhalte ist unermesslich groß. Alle(!) Interessenbereiche und jegliche Angelegenheiten, die Menschen interessieren, sind vertreten. Es gibt gute (seriöse) wie schlechte Internetseiten.
Der Vorteil: Man kann im Prinzip sofort bestimmte Seiten aufrufen, die "einen weiterbringen". Dafür muss man sich natürlich erst einmal schlaumachen, das heißt, einige Zeit ernsthaft "surfen".

Soziale Netzwerke

Facebook, Twitter und Co.

In den virtuellen sozialen Netzwerken (Facebook, WKW, StudiVZ...) sind Millionen User registriert. Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon ist, dass man schnell und unkompliziert sich selbst darstellen, genauer gesagt, sich vielen anderen Menschen präsentieren kann.
Ein ähnliches Thema wird bei Online-Diensten wie Twitter umgesetzt. Mittels einer Kurznachricht (angelehnt an den Umfang einer SMS) kann man jedem (der sich für den Betreffenden interessiert) zu jeder Tageszeit eine Kurzinfo senden. Manche Promis "bombadieren" ihre Fans regelrecht mit unspektakulären Erlebnissen aus dem Alltag, die im Prinzip jeder kennt, doch natürlich sehen das seine "Verfolger" anders: Immerhin "spricht" der Star direkt zu ihnen.

Onlinespiele

Spielspaß vs. Spielsucht

Onlinespiele erfreuen sich größter Beliebtheit. Es gibt Online-Ego-Shooter wie auch Strategie- und Actionspiele. Sehr hoch im Kurs stehen Adventure-Spiele; denn der User kann online quasi in die Rolle eines Helden oder Wesens schlüpfen und dann mitreißende Abenteuer erleben. Die meisten Spiele sind so aufgebaut, dass sie den Betreffenden schnell in den Bann ziehen. Der Schwierigkeitsgrad steigt nur langsam, schnell hat man "Erfolg".
Hierin liegt natürlich auch ein potenzieller Nachteil. Der User möchte immer öfter online sein und "weiterkommen". Bekanntermaßen vergeht dann die Zeit wie im Flug. Ein gewisses Suchtpotenzial lässt sich ebenfalls nicht wegdiskutieren.

Sex, Gewalt und Co.

"Ruck, zuck ist man drin..."

Es ist kein Zufall, dass User, wenn sie sich etwa darum bemühen, einen bestimmten Begriff zu googeln, häufig auf Internetseiten landen, die nun rein gar nichts mit dem ursprünglichen Suchbegriff gemein haben. Im Klartext: In null Komma nichts erscheinen Sexseiten auf dem Bildschirm; oder etwa hochgeladene Seiten, auf denen es um Gewalt geht.
Hierin liegt nun ein gravierender Nachteil, vor allem, wenn man die Klientel Kinder und Jugendliche thematisiert. Schließlich wachsen die Betreffenden mit diesem neuen Medium auf. Eine entsprechende Medienkompetenz tut not.

Internet und Partnersuche

"Woher? Wie alt?"

Ebenfalls ein Massenphänomen ist die Online-Partnersuche. Millionen Singles versuchen ihr Glück bei zahllosen Agenturen. Doch auch hier ist die Bandbreite immens. Das heißt, es gibt seriöse wie auch unseriöse Anbieter.
Die Online-Partnersuche hat verschiedene Vorteile: Man kann das Angebot (also sich selbst) "breit streuen". Wer ein paar Profile ins Netz stellt, der wird in der Regel schnell Kontakt finden; natürlich ist hier auch Engagement vonnöten. Doch nicht jeder Online-Flirt führt bekanntlich zum Ziel. Schon das erste Treffen in der Realität kann dem Unternehmen den Garaus machen. Daher sollte man seine Ambitionen nicht nur auf das Internet beschränken.

Internet und Pädophilie

Spielwiese für potenzielle Straftäter

Pädophilie (= sexuelles Interesse an vorpubertären Personen) ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema. Man will sich mit dem Thema im Allgemeinen nicht auseinandersetzen. Doch das Thema ist "da". Nach vorsichtigen Schätzungen von Psychiatern gibt es ein paar Millionen Erwachsene mit pädophilen Neigungen (meistens Männer). Natürlich werden die wenigsten schlussendlich Täter. Dennoch ist das Internet auch bei dieser Motivation "hilfreich" - aus Sicht der Betreffenden. Wer entsprechende Seiten sucht, der findet sie in der Regel auch. Und das ist nun wirklich ein moralisches Problem.

Internet und Medienkompetenz

"Auf welche Seiten gehst du so?"

Bereits ab dem Kindergarten, meistens aber in der Grundschule, werden Heranwachsende mit dem Medium Internet bekannt gemacht. Und das ist auch gut so. Denn Eltern müssen natürlich einsehen: Es bringt aller Wahrscheinlichkeit nach gar nichts, dem Nachwuchs das Internet zu "verbieten". Erziehung war diesbezüglich vor wenigen Jahrzehnten noch einfacher. Da gab es nämlich noch gar kein Internet.
Doch heute kennt die Mehrheit der Teenager Internetseiten, wo sie ganz leicht Porno- und Gewaltvideos finden und ansehen können. Daher müssen Eltern offen für die Thematik sein und mit ihren Kindern Medienerziehung praktizieren.

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