Traumdeutung

Unter anderen dem Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung (1875 bis 1961) verdanken wir die Methode der Traumdeutung. Um Träume zu erinnern, sollte man sich vor dem Einschlafen vornehmen, dass man sich am nächsten Morgen an den Traum erinnern will und Papier und Bleistift neben dem Bett deponieren, damit man nach dem Erwachen den Traum sofort aufschreiben kann.

Traumdeutung

Träume sind keine Schäume

Warum wir träumen

Der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud (1856 bis 1939) kam den Ursachen der Probleme seiner Patienten durch das Deuten der Traumsymbole schneller auf den Grund. Nach seiner Methode hatten diese Symbole immer sexuellen Hintergrund. Seiner Meinung nach waren Träume verdrängte Wunscherfüllungen. Nimmt man einem Menschen die Möglichkeit zu träumen, wird er krank. Träume haben einen engen Bezug zum Handeln und Denken des Menschen. Schon im Altertum wurde den Träumen hellseherische Kräfte zugeschrieben. Die Traumdeutung war eine hohe Kunst. Viele Künstler haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Träume in Bilder, Musik oder Literatur verwandelt. Heute ist man der Auffassung, dass Träume das Innere eines Menschen widerspiegeln. Die Symbolsprache des Traumes muss entschlüsselt werden. Im Schlaf befreit sich der Mensch von äußeren Zwängen. Träume sind nicht nur angenehme Zustände, sie können auch sehr unbequem sein. Viele Träume spiegeln einen starken Wunsch oder eine Sehnsucht wieder.

Kraft aus Träumen

Traumkultur

In früheren Zeiten wurde den Träumen wesentlich mehr Bedeutung beigemessen als in heutigen Tagen. Träume und Visionen waren Weisungen für eine Berufswahl, Partnerwahl oder dafür, welcher Weg eingeschlagen werden sollte. Es gab heilige Orte, wo man sich zum Schlafen niederlegte und sich erhoffte, durch die Träume Heilung zu erfahren oder mit besonderer Kraft aufgeladen zu werden. Im Traum werden Ereignisse des Tages verarbeitet. Werden Konflikte verdrängt, kann sich das Unterbewusstsein durch die Träume melden. Bedrohliche und ängstigende Träume, auch Albträume genannt, die in der Nacht immer wiederkehren, wollen den Träumer aufrütteln, etwas an seiner Bewusstseinseinstellung und Verhaltensweise zu ändern. Träume kann man als Detektivarbeit unserer Seele bezeichnen. Die Traumdeutung ist ein Fahrplan, damit wir die Reiseroute unserer Träume erkennen können. Den roten Faden durch unsere Träume können wir anhand der Symbole finden, die immer wieder darin auftauchen.

Lasst Träume sprechen

Verschiedene Träume

Da Träume recht flüchtig sind, benötigt man einige Techniken, um sich an sie zu erinnern. In Schlaflabors wird man geweckt, damit man sie sofort aufschreiben kann. Deshalb die Empfehlung, Notizblock und Stift auf dem Nachttisch liegen zu haben, um beim Aufwachen den Traum sofort festhalten zu können.
Es gibt verschieden Arten von Träumen. Angstträume - man wird verfolgt oder muss sich wehren. Fallträume kommen eher bei Jugendlichen vor, seltener bei Erwachsenen. Man kann in Farbe träumen oder Musik hören. In Flugträume fliegt man vielleicht als Hexe durch die Lüfte. Sexualträume werden durch innere oder äußere Reize hervorgerufen. Warnträume können symbolhaft eine beginnende Krankheit anzeigen. Eine seltene Kategorie sind Wahrträume - man erfährt im Traum Dinge, die zur gleichen Zeit an einem anderen Ort stattfinden oder irgendwann später Wirklichkeit werden können.

Im Reich der Träume

Träume erinnern

Nicht jeder Traum kann mithilfe eines Traumlexikons gedeutet werden, da jeder Mensch seine eigene persönliche Traumsprache entwickelt. Wer sich für die Aussage seiner Träume sehr interessiert, sollte ein eigenes Traumsymbolbuch anfertigen. Oft ist es auch angebracht, seine Träume zu zeichnen. Manches Bild hat eine größere Aussagekraft, als Worte es beschreiben könnten. Oft können uns die Ideen, die wir nachts in Träumen bekommen, am Tag bei der Arbeit zu verblüffenden Erfolgserlebnissen verhelfen. Deshalb die Empfehlung, direkt beim Aufwachen die Träume sofort aufzuschreiben. Im Schlaf sind wir frei, befreit von äußeren Zwängen. Die Bilder können frei aus unserem Innern sprudeln. Wir können Vergnügen empfinden oder auch eine unbequeme Wahrheit erfahren. Jeder Mensch träumt, auch wenn er sich nicht erinnern kann.

Analyse der Träume

Frauen- und Männerträume

Interessant ist es auch, dass Frauen und Männer unterschiedlich träumen. Frauen träumen intensiver und lebhafter und auch öfter in Farbe. Frauen werden in Träumen auch öfter von Angstgefühlen heimgesucht und sie neigen bei Voll- oder Neumond zu lebhaften Traumerlebnissen. Manchmal können Träume auch eine körperliche Krankheit anzeigen. So kann man herzkrank sein, wenn man von einem Flugzeug träumt. Die Traumforschung hat festgestellt, dass bei Schilddrüsenerkrankungen von Tanz oder Zirkus geträumt wurde. Fühlt man sich von Häusern oder Bergen eingeengt, kann das auf eine Erkrankung der Atmungsorgane hinweisen. Träumt man direkt von einer Krankheit oder gar vom Tod, hat das meist einen ganz anderen Sinn. Herzkrankheit hat da mit der Liebe zu tun. Eine Operation kündigt eine entscheidende Änderung in persönlichen Dingen an. Träumt man vom Tod, ist es ein Lebensabschnitt oder eine Situation, die zu Ende geht.

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