Schicksal

Glück und Pech: Zufall oder Vorbestimmung?

Glückspilze haben gut lachen, ihnen scheint alles in den Schoß zu fallen. Die Pechvögel hingegen strampeln sich ab und fallen doch immer wieder auf die Nase. So ist das Klischee, und die Horoskope beschäftigen sich fast ausnahmslos damit, wann wir Glücksfälle oder Pechsträhnen erwarten dürfen. Sind wir wirklich Spielbälle des Kosmos und höheren geheimnisvollen Mächten ausgeliefert?

Glück und Pech: Zufall oder Vorbestimmung?

Glückspilz oder Pechvogel

Ist Ihr Glas halb voll oder halb leer?

Wir alle kennen Menschen, die scheinbar den Schlüssel zur Sonnenseite des Lebens in die Wiege gelegt bekommen haben. Sie gehen lachend durchs Leben, nehmen alles auf die leichte Schulter, und alles scheint ihnen zu gelingen - sei es die Beförderung, die verrückte Geschäftsidee, die Ehe mit dem Traumpartner, glückliche und wohlerzogene Kinder oder sogar der begehrte Lottogewinn.
Und dann gibt es den bemitleidenswerten "Loser-Typ". Ihm will einfach so gar nichts gelingen. Egal, was er versucht - er ist vom Pech verfolgt. Er verliert seinen Job, strandet mit seinen Ideen, die eigentlich ganz vernünftig klangen, oder er wird von heimtückischen Krankheiten befallen. Der Partner betrügt oder verlässt ihn, und die Kinder sind missraten oder drogenabhängig.
Seit Jahren spielt er Lotto, und als seine Zahlen endlich die sechs Richtigen sind, stellt er fest, dass er vergessen hat, den Schein abzugeben.

Was die Planeten verraten

Kann man im Horoskop sehen, ob jemand ein Gewinner oder Verlierer ist?

Das Horoskop kann uns tatsächlich eine Neigung verraten, ob jemand eher das Glück oder eher das Pech anzieht: Der Planet Jupiter galt in der klassischen Astrologie als der große Wohltäter. Er symbolisiert im Horoskop auch heute noch, wo wir Glück, Freude, Sinnhaftigkeit, Begeisterung und Erfüllung erleben. Und dann gibt es Planeten wie Saturn. Wenn der im Horoskop ungünstig steht, kann er darauf hinweisen, dass das Leben des Horoskopeigners von Mühe und Einschränkung geprägt sein wird.
Aber das hat nichts mit Schicksal oder Vorherbestimmung zu tun, auch wenn das jetzt paradox klingt! Was nämlich das Horoskop als Ganzes eigentlich beschreibt, ist die Neigung des Horoskopeigners, eher optimistisch oder pessimistisch in die Welt zu schauen. Und diese Sicht beeinflusst sehr stark, was wir erleben und ob wir es als Glück oder Pech bewerten.
Schon der alte Grieche Epiktet (um 50 n. Chr.) sagte: "Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern unsere Meinung zu den Dingen."

Gute Sterne, schlechte Sterne

Auch aus schlechten Voraussetzungen das Beste machen

Ein Stück weit ist es also auch Definitionssache, ob jemand sich als Gewinner oder Verlierer sieht oder von anderen so gesehen wird. Studien besagen, dass Menschen, die neugierig bleiben, glücklicher sind. Für diese Funktion ist Merkur zuständig. Was nehmen wir wahr? Worauf richten wir unsere Aufmerksamkeit? Was registrieren wir in unserer Umgebung? Merkur filtert die Informationen, die wir in unser "System" lassen. Wenn wir einen gespannt aspektierten Merkur haben, dann nehmen wir vielleicht eher die Dinge wahr, die uns im Weg stehen, und richten unser Augenmerk nicht auf das, was funktioniert oder gut läuft. Wir treffen mit Merkur eine Art Vorauswahl für unsere Wahrnehmung von Glück. Denn wenn wir nur auf das Negative schauen, verpassen wir unsere positiven Chancen.
Menschen, denen oft Glück widerfährt, haben häufig eine Jupiter-Betonung in ihrem Horoskop. In der psychologischen Astrologie deutet man diesen Umstand so: Sie gehen offener, zuversichtlicher und vertrauensvoller auf ihre Umwelt zu, und das wird offensichtlich nicht nur von ihren Mitmenschen mit Unterstützung und Wohlwollen belohnt, sondern sie nehmen dadurch auch viel mehr Möglichkeiten und Chancen wahr.
Was ist mit denen, die einen starken Saturn-Einfluss haben?
Diese Menschen lernen mit der Zeit, dass die Erfahrung der Einschränkung und des Mangels positiv beeinflusst werden kann. Saturn steht nämlich zuerst für die Angst zu versagen oder für Schuldgefühle. Beides bremst die Zuversicht, und vieles wird darum nicht zu Ende gebracht oder aus mangelndem Selbstvertrauen gar nicht erst angegangen. Seine Zeichen, seine Hausposition und seine Aspekte verraten, in welchem Zusammenhang der Horoskopeigner diese Ängste entwickelt. Wer bewusst versucht, sich seinen Ängsten zu stellen, und da, wo er vorher versagte, gut vorbereitet und konsequent sein Verhalten korrigiert, bis es funktioniert, wird die befriedigende Erfahrung machen, dass er irgendwann genau in diesen Bereichen zum Experten wird. Das Pech hat dann keine Chance mehr.

Wie die Sterne helfen können

So nehmen Sie Ihr Glück in die Hand

Fazit: Glück und Unglück sind also nicht von einer höheren, geheimnisvollen Macht abhängig, und auch die Sterne beeinflussen nicht, ob wir Glück oder Pech erleben, sie zeigen es nur an - so ähnlich wie die Tankuhr anzeigt, ob der Tank voll oder leer ist. Wenn der Tank leer ist und wir nicht offen für das "Zeichen" der Tankuhr sind, haben wir das Pech, früher oder später liegen zu bleiben.
Wenn Glück nicht vorherbestimmt ist, dann kann man also etwas daran verändern! Nun ist das Horoskop deutlich komplexer zu lesen als eine Tankuhr, aber wer es beherrscht, kann aus jedem Horoskop herauslesen, was der Horoskopeigner tun kann, um mehr Glück zu erleben.
Der Astrologe zeigt ihm, wie er "tickt", sodass ihm bewusst wird, wie er bessere Entscheidungen treffen kann. Die Astrologie kann so zwar nicht jeden zum Lottogewinner machen, aber helfen, das Beste aus den eigenen Talenten und Fähigkeiten zu machen.

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