Sternzeichen Krebs

Herzige Weichtierchen

Ob mit Küchenschürze angetan rührend das "Töpfchen koche"-Märchen erzählend, als Kleinkindmutter in ewig breiverkotzter Bluse, an Mamas Rockzipfel beim Bundeswehr-Manöver oder nach alter Muttersöhnchen-Sitte von einem fürsorglichen Schoß in den nächsten gleitend - Krebse wollen verhätschelt werden, weil sie oft unter Gefühlswallungen leiden.

Top Komm mit ins Traumland, Fischlein
Flop Seelentrampler Widder passt nicht

Sternzeichen Krebs

Persönlichkeit

Lebensechtes Trostpflaster

Wärmequelle für frierende Seelchen und Geborgenheitsspender bei psychischen Sturmschäden sind Krebse mit ihrer Mutter-Theresa-Gesinnung. Sie vereinen in sich die ganze Palette des krebseigenen Gefühlsreichtums von romantischer Melancholie, überempfindlicher Weinerlichkeit, erdrückender Fürsorglichkeit über warmherzige Zuneigung bis zu sensiblem Einfühlungsvermögen und liebevoller Hilfs- und Mitleidensbereitschaft.

Stärken

Ein Kessel voll Verständnis

Die Beichtmutter der Nation, die alles versteht, das meiste verzeiht und mit liebendem Zuspruch die schmerzenden Kratzer im Seelen-Lack durch Heile-heile-Segen-Singsang wieder glatt poliert. Auch der männliche Krebs ist eine Glucke, die alle unter ihren Fittichen beschützen und wärmen will. Hier läuft man in offene Arme, wird an ein mitfühlendes Herz gedrückt, gefüttert und getränkt, sogar eine romantische Gute-Nacht-Geschichte fürs Gemüt gibt es obendrein.

Schwächen

Launisches Mondkalb

Wie eine weltfremde Heulsuse, die sich jammernd an die glückselige Kinderzeit klammert und lebenslang nicht erwachsen werden will, versucht der Krebs, mit Tränenkrüglein im Arm überall Mutterinstinkte zu wecken. Dass die meisten Nuckeltücher an Krebse über 18 verkauft werden, mag ein Gerücht sein, aber dass diese tagträumenden Sensibelchen unerträglich launenhaft sein können und vor allem bei Vollmond wunderlich werden, das steht fest.

Beziehung

Vater-Mutter-Kind-Spiel

"Piep, piep, piep, wir hab'n uns alle lieb" wird täglich mehrmals beim rührenden Ringelrein verkündet, es gibt ein Küsschen hier, eine zärtliche Knuddelung da und zwischendurch ein Häppchen für die Seele oder einen kleinen Snack für den Magen. Man ist als Krebs füreinander da, Mama liebt Papa, der ist wie eine Mutter für die Kinder, und so spielen sie tagtäglich die Heile-Welt-Geschichte vor - und sind am liebsten eine glückliche 4-Generationen-Großfamilie.

Leben

Zukünftige Nostalgie

Trautes Heim mit Heimchen am Herd, Albumvers-Idylle wie "in allen vier Ecken soll Liebe drin stecken" und alles wird heute so eingerichtet, dass es morgen schon von den Enkelkindern im Fotoalbum betrachtet werden kann. Vorhandene Familientraditionen werden gepflegt und neue angepflanzt; so sentimental, wie der Krebs sich an seinen verklärten Kindheitserinnerungen festzwickt, ist eine Entrümpelung seiner überfüllten Gefühlswelt unwahrscheinlich.

Typisch Frau

"Komm kuscheln, Liebling"

So richtig nett ist's schon im Bett, aber mehr auch nicht. Es gibt Blümchen-Sex mit Schmuse-Romantik, Streicheleinheiten für Leib und Seele oder heiße Schokolade mit viel Herzenswärme. Die fürsorgliche Krebs-Frau lässt niemals zu, dass unter ihrem Dach oder ihrer Decke einer hungert oder friert, der streunende Hund kriegt Futter, der zerlumpte Bettler eine Jacke, dem Partner werden alle möglichen Bedürfnisse befriedigt und für den Nachwuchs sorgt sie außerdem.

Typisch Mann

Als Büblein klein an der Mutter Brust

Kaum entwöhnt, sucht der Krebs-Mann schon wieder die nächste Milchquelle, aus der sich Fürsorglichkeit, liebevolle Betreuung und Händchenhalten für Angsthasen heraussaugen lässt. Er ist der letzte Romantiker, hat manchmal mehr Gefühl, als er alleine aushalten kann und böse Zungen sollen ihn schon Weichei genannt haben! Dabei wünscht er sich nur, ein ganzes Leben lang gestillt zu werden und spielt auch als Erwachsener am liebsten mit Puppen.

Kinder

Schnuller-Baby on Tour

"Mamaaaaa", brüllt das kleine Krebschen entsetzt lauthals los, wenn sich die Mutter mehr als eine Rockzipfellänge von ihm entfernt. Zwar ist das schon im Kindergarten unangenehm aufgefallen, auch in der Schule wurde es nur widerwillig toleriert, richtig befremdlich wirkt es aber erst, seit das Krebs-Kind seine Wehrpflicht ableistet und die Mutter vor der Kaserne zeltet - und den Panzer mit Blumentöpfchen ein bisschen wohnlicher machen muss.

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